von Alexandra Buba M. A., Wirtschaftsjournalistin, Fuchsmühl
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Kosten- und Ertragsstatistik von Arztpraxen für das Jahr 2023 veröffentlicht. Daraus ergibt sich für die Praxen des Fachgebiets Haut- und Geschlechtskrankheiten – nach einem deutlichen Rückgang der Reinerträge im Vorjahr 2022 – für 2023 wieder einen Zuwachs beim Gewinn: Insgesamt konnten die Dermatologiepraxen damit das Niveau der Reinerträge aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 beinahe wieder erreichen. Zurückzuführen ist diese Dynamik vor allem auf die Entwicklung in den dermatologischen Einzelpraxen.
Praxiseinnahmen schneller angestiegen als die Kosten
Die dermatologischen Arztpraxen in Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2023 durchschnittlich einen Reinertrag (hier auch als „Gewinn“ bezeichnet) in Höhe von rund 335.000 Euro. Im Jahr zuvor lag diese Gewinn-Kennziffer noch bei 296.000 Euro je Praxis. Die entspricht einem relativen Anstieg von 2022 auf 2023 um 13,2 Prozent und zudem in etwa dem Rückgang gegenüber der Vorperiode (2022 vs. 2023). Ursächlich für das Ergebniswachstum im Jahr 2023 waren in erster Linie stärker gestiegene Praxiseinnahmen bei gleichzeitig nur moderat gestiegenen Kosten.
So lagen die Einnahmen je Praxis im Jahr 2022 durchschnittlich bei rund 681.000 Euro. Diese sind im Jahr 2023 auf 736.000 Euro je Praxis angewachsen (+8,1 Prozent). Die Kosten stiegen im selben Zeitraum im Schnitt von 386.000 Euro auf 400.000 Euro je Praxis und damit um „nur“ 3,6 Prozent. Fachgleiche Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) im Bereich der Dermatologie konnten Einnahmen in Höhe von 1,06 Mio. Euro je BAG erzielen, Einzelpraxen im selben Zeitraum durchschnittlich 629.000 Euro.
Die Honorareinnahmen in der Dermatologie stammen nur etwa zur Hälfte aus der Kassenabrechnung: Insgesamt lag der Anteil im Jahr 2023 bei 44,3 Prozent. Bei den DermatologieEinzelpraxen sind es sogar nur 43,9 Prozent der Gesamteinnahmen, die durch die Kassenabrechnung eingenommen wurden. Bei den fachgleichen BAG beträgt dieser Anteil 45,1 Prozent.
Einzelpraxen mit Gewinnsprung
Differenziert man die Ergebnisbefunde nach Einzel- und Gemeinschaftspraxen, so ergibt sich folgendes Bild:
Die Einzelpraxen verzeichnen einen Gewinnzuwachs von 224.000 Euro im Jahr 2022 auf 273.000 Euro im Jahr 2023 (+21,9 Prozent). Das gleicht beinahe exakt den Rückgang aus, der sich vom Jahr 2021 zu 2022 eingestellt hatte.
Im Gegensatz dazu konnten die Gemeinschaftspraxen kein Plus verzeichnen, ihr Durchschnittsgewinn stagnierte bei 526.000 Euro je BAG.
WEITERFÜHRENDER HINWEIS
Pressemitteilung von Destatis vom 04.12.2025 online unter iww.de/s14976
