Dem Pilz die Sporen nehmen

Lokale Nagelpilz-Behandlung nicht ohne sporoziden Wirkstoff


Nagelpilz-Infektionen gelten als hartnäckig und zählen zu den am schwierigsten behandelbaren Pilzerkrankungen. Da der Nagel nicht mit Blutgefäßen durchzogen ist, hat das Immunsystem keinen Zugang und kann folglich nicht aktiviert werden. Zur Heilung müssen die Pilze vollständig abgetötet werden. Dies umfasst auch die Eradikation der sehr robusten Pilzsporen, die unter günstigen Umständen auskeimen und Rezidiv verursachen können.

 

 

1. Nicht alle Sporen sind gleich

 
trichophytonrubrum-var-rodhainiTrichophyton rubrum var Rodhaini
 
Es gibt zwei Arten von Pilzsporen1: Dies sind zum einen die Sporen, die der Vermehrung und Verbreitung des Pilzes dienen. Diese Sporen, wie die Mikrokonidien von Trichophyton rubrum, sind empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen und Antimykotika. Zum anderen gibt die resistenten Sporen, die als klinisch relevant angesehen werden. Sie ermöglichen dem Pilz ein Überleben auch unter widrigen Lebensumständen. Hierzu zählen die Endosporen von T. rubrum oder die Chlamydosporen von Candida albicans. Erstere sind insbesondere bei der Onychomykose verantwortlich für Rezidive. Sie sind gegen Wärme (bis +80°C), Kälte (bis -20°C) und Trockenheit resistent, sowie offenbar gegen Licht und Laser1,2. Für eine effiziente Nagelpilz-Behandlung ist daher immer ein Wirkstoff mit sporoziden Eigenschaften notwendig, der in der Lage ist, die resistenten Sporen zu beseitigen1.
 
 

2. Nagelpilz-Therapie immer mit sporozidem Wirkstoff

Unverzichtbarer Bestandteil der Onychomykose-Therapie ist ein Wirkstoff mit sporoziden Effekten1.

Dazu ist es notwendig, dass der Wirkstoff im Inneren der Pilzzelle angreift. Denn resistente Sporen betreiben keine Zellwandsynthese, aber einen eingeschränkten Stoffwechsel im Zellinneren3.

So bieten beispielsweise die Endosporen von T. rubrum mehrere Angriffspunkte im Inneren der Pilzzelle: Die Mitochondrien, die RNA-Synthese und das Enzym Katalase. Durch Hemmung der Katalase, reichert sich in der Zelle H2O2 an und führt letztendlich zum Zelltod.

Die Substanzen Ciclopirox3 (topisch) und 5-Flucytosin4 (systemisch) verfügen über diesen Mechanismus.

Substanzen, die lediglich über die Zellwandsynthese wirken, z. B. Azole oder Amorolfin, verfügen nicht über diesen Wirkmechanismus und dementsprechend nicht über Sporozidie.

 

Mehrfachangriff der Zelle

Einfachangriff der Zelle

 

Die Galenik macht den Unterschied

Neben sporoziden Eigenschaften ist es für eine effektive Nagelpilz-Behandlung notwendig, dass der Wirkstoff die kompakte und schwer durchlässige Barriere des Nagelkeratins ein- und durchdringen kann, um auch die Pilze und Sporen, die im Nagelbett sitzen, zu erreichen. Die fortschrittliche wasserlösliche Lacktechnologie von Ciclopoli Nagellack ist in der Lage Wirkstoffe in hoher Konzentration und kurzer Zeit in und durch den Nagel zu transportieren. Dies ermöglicht das hydrophile Biopolymer Hydroxypropylchitosan (HPCH), das als Transportvehikel fungiert. Es ist in der Lage an das Nagelkeratin zu binden und den Wirkstoff Ciclopirox bis tief in den Nagel und das Nagelbett zu transportieren.

So durchdringt Ciclopoli im Vergleich zu wasserfesten Lacken mit Ciclopirox 8%5,6 und Amorolfin 5%in vitro schneller den Nagel und erreicht eine höhere Wirkstoffkonzentration.

Klinische Evidenz

Die klinische Erfahrung unterstreicht, dass für eine nachhaltige Nagelpilz-Behandlung zwei wesentliche Bedingungen erfüllt sein müssen:

  1. Der Wirkstoff sollte sporozide Effekte haben.
  2. Der Wirkstoff muss in therapeutisch wirksamer Konzentration bis tief in den Nagel und Nagelbett eindringen können, um auf die Pilze und Sporen im Nagelbett zu erreichen.

In einer retrospektiven Langzeitstudie1 lag die Redzidivrate ohne sporozide Behandlung zwei Jahre nach Ende der Therapie bei 41,4 %. Dieses Risiko verringerte sich mit dem Wirkstoff Ciclopirox in wasserfester Lackgrundlage auf 24,5%. Unter Einsatz von Ciclopoli gegen Nagelpilz lag die Rezidivrate nach zwei Jahren bei 10,5%. Weitere klinische Studien zeigen die hervorragende Wirksamkeit des wasserlöslichen Anti-Pilz-Lacks8,9. Im unmittelbaren Vergleich mit einem Amorolfin-5%-Lack war Ciclopoli in einer randomisierten, klinischen Langzeitstudie über 48 Wochen an 137 Patienten mit Nagelpilz in den Endpunkten Therapie-Erfolg* und Komplettheilung# statistisch signifikant überlegen.

Tab. 1: Einfluss von sporozider und nicht sporozider Behandlung auf die Rezidivquote der Onychomykose, gemessen jeweils zwei Jahre nach Ende der Therapie:

1 Ambulanz der Hautklinik der Charité
2 Institut für Pilzkrankheiten, Berlin
3 Nagel Batrafen®
4 Ciclopoli® gegen Nagelpilz

 

* Therapie-Erfolg = Konversion zu negativer KOH-Mikroskopie und negativer Pilzkultur und 10 % Restbefall des Nagels (verblindeter Gutachter)
# Komplettheilung = Konversion zu negativer KOH-Mikroskopie und negativer Pilzkultur und 100 % geheilter Nagel (verblindeter Gutachter)

LITERATURENGABEN:

Literaturangaben:
1) Tietz HJ. hautnah dermatologie 2017; 33 (4).
2) Karsai S et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2017; 31: 175-80.
3) Seebacher C. Mycoses 2003, 46: 506-510 (in vitro)
4) Tietz HJ. Antimykotika von A—Z. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Ligatur Verlag für Klinik und Praxis, Stuttgart 2011, S. 66ff.
5) Legora M, Mailland F. Legora M, Mailland F. 16. EADV-Kongress, Wien, Mai 2007, P763.
6) Mailland F et al. J Invest Dermatol 2007, 127 (Suppl 2): S22, in vitro Penetration an Rinderhufscheiben.
7) Monti D et al. Drug Dev Ind Pharm 2005, 31: 11-17, in vitro Penetration an Rinderhufscheiben.
8) Baran R et al. J EADV 2009; 23: 773-781.
9) Fachinformation: Ciclopoli gegen Nagelpilz. Stand Jan 17.

CICLOPOLI GEGEN NAGELPLIZ

Wirkstoff: 8% Ciclopirox. Zusammensetzung: 1 g wirkstoffhalt. Nagellack enthält 80 mg Ciclopirox. Sonst. Bestandteile: Ethylacetat, Ethanol 96%, Cetylstearylalkohol, Hydroxypropylchitosan, gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen der Nägel durch Dermatophyten und/oder andere Ciclopirox-sensitive Pilze. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff. Kinder unter 18 Jahren (fehlende Erfahrung). Nebenwirkungen: Sehr selten Rötung, Schuppung, Brennen und Jucken an den behandelten Stellen. Warnhinweis: Enthält Cetylstearylalkohol, örtlich begrenzte Hautreizungen (z. B. irritative Kontaktdermatitis) möglich. Apothekenpflichtig. Stand der Information: Januar 2017. Polichem SA; 50, Val Fleuri; LU-1526 Luxemburg. Mitvertrieb: Almirall Hermal GmbH, Geschäftsbereich Taurus Pharma; Scholtzstraße 3; D-21465 Reinbek. info@almirall.de

 

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